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S

Sexsucht

"Sexsucht" = Über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten wiederkehrende und intensive sexuelle Fantasien, sexuelle Triebe und sexuelles Verhalten.

Die Suchtkomponente übermäßigen Sexualverhaltens wurde erstmals 1978 von Orford beschrieben, der eine Parallele zwischen der Störung und Substanzsucht herstellte.

Schätzungen zufolge lebt eine halbe Million Sex- und Pornosüchtiger in Deutschland. Die Folgen sind teils gravierend - auch für Partner und Angehörige.

"Sexsucht" ist keine Diagnose gemäß ICD-10 oder DSM-5.
"Zwanghafte sexuelle Verhaltensstörung" wurde 2010 zur Aufnahme in das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders Fifth Edition (DSM-5) der American Psychiatric Association (APA) vorgeschlagen, aber letztendlich nicht genehmigt. ICD-11 beinhaltet derzeit eine Diagnose für „Zwanghafte sexuelle Verhaltensstörung“, die unter „Impulskontrollstörungen“ kategorisiert ist.

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Quellen:
Garcia, F. D., & Thibaut, F. (2010). Sexual addictions. The American journal of drug and alcohol abuse, 36(5), 254–260. https://doi.org/10.3109/00952990.2010.503823
https://en.wikipedia.org/wiki/Compulsive_sexual_behaviour_disorder
https://www.esanum.de/today/posts/zwanghafte-sexuelle-stoerungen-in-icd-11-aufgenommen


Suchtarbeit

"Suchtarbeit"
= Menschen arbeiten nicht nur exzessiv, sondern auch zwanghaft.

10% der Deutschen arbeiten suchthaft, zeigt eine neue Studie der Böckler-Stiftung.
Sie fühlen sich verpflichtet, auch wenn der Job keinen Spaß macht. Sie haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie frei nehmen. Sie können nicht richtig entspannen, wenn sie doch frei haben.

Expert:innen wissen: suchthaftes Arbeiten kann mit der Persönlichkeit zusammenhängen.
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Quellen:
Emonts, B. & Hagelüken, A. (2023). Wie man sich von der Sucht nach Arbeit befreien kann. Süddeutsche Zeitung.
Berk, B., Ebner, C. & Rohrbach-Schmidt, D. (2023). Suchthaftes Arbeiten und Gesundheit. Study der Hands-Böckler-Stiftung.
Van Berk, Beatrice; Ebner, Christian; Rohrbach-Schmidt, Daniela (2022): Wer hat nie richtig Feierabend? Eine Analyse zur Verbreitung suchthaften Arbeitens in Deutschland. ARBEIT 31 (3): 257-282. Open Access: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/arbeit-2022-0015/html
Walter, U., Krugmann, C. S., & Plaumann, M. (2012). Burn-out wirksam prävenieren?. Bundesgesundheitsblatt-Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz, 55(2), 172-182.