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Tabakkonsum

▶ Von den 18- bis 64-Jährigen rauchen rund 26,4% der Männer und 20,2% der Frauen [1].

▶ Die Prävalenz der Tabakabhängigkeit nach DSM-IV bei Erwachsenen im Alter von 18-64 Jahren ist insgesamt 8,6%. Männer haben mit 9,8% eine leicht erhöhte Prävalenz als Frauen mit 7,3%. [1]

▶ Früh übt sich: Im Alter von 15-19 Jahren rauchen bereits 12,7% der Männer und 8,6% der Frauen. [2]

▶ Spitzenreiter ist die Altersgruppe 30-39 Jahren: 36,3% der Männer und 24,7% der Frauen rauchen. [2]

▶ Der Bildungsstatus ist ausschlaggebend: In jeder Altersgruppe rauchen Menschen der unteren Bildungsgruppe deutlich mehr als in der mittleren oder oberen Bildungsgruppe. [3]
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Quellen:

[1] Atzendorf, J. et al. (2019): Gebrauch von Alkohol, Tabak, illegalen Drogen und Medikamenten: Schätzungen zu Konsum und substanzbezogenen Störungen in Deutschland. Deutsches Ärzteblatt International, 116(35-36), 577-584.
[2] Statistisches Bundesamt (Destatis) (2018): Mikrozensus – Fragen zur Gesundheit- Rauchgewohnheiten der Bevölkerung 2017. Wiesbaden.
[3] Starker, A.; Kuntz, B. (2022): Tabak – Zahlen und Fakten zum Konsum. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2022. Lengerich: Pabst Science Publishers.


Tabakkonsum - Verbrauch in Deutschland

▶ Der Tabakkonsum sinkt seit 2011 stetig: von anfänglich 1092 Stück/Jahr pro Kopf, sind es 2021 nur noch 863 Stück/Jahr pro Kopf. [1]

▶ Dafür stieg der Pfeifentabakkonsum an: 2021 wurden 8.387 Tonnen Pfeifentabak verbraucht. 2020 waren es noch 5.989 Tonnen – eine Erhöhung um satte 40%.

▶ Auch der Verbrauch von Zigarren und Zigarillos stieg leicht an: Insgesamt 2.780 Mio. Stück wurden 2021 geraucht.

▶ Im Vergleich zu normalen Zigaretten jedoch winzig: 2021 wurden 71.767 Mio. Zigaretten geraucht. Im Jahr 2000 waren es noch 139.625 Mio.
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Quellen:
[1] Statistisches Bundesamt (Destatis) (Hrsg.) (2022): Absatz von Tabakwaren 2021. (Fachserie 14: Finanzen und Steuern, Reihe 9.1.1). Wiesbaden.


Tabakwerbung - Schrittweise Reglementierung

▶ 1975: Verbot der Fernseh- und Radiowerbung.

▶ 1984: Werbebeschränkung im Kino.

▶ 2007: Werbeverbot in Zeitungen, Zeitschriften und Internet. Sponsoring bei grenzüberschreitenden Veranstaltungen wie Formel-1-Rennen ist unzulässig.

▶ 2021: Verbot von Kinowerbung bei Filmen mit einer FSK unter 18. Verbot kostenloser Abgaben von Tabak außerhalb der Geschäftsräume des Fachhandels. Ausdehnung des Verbots der audiovisuellen Werbung von nikotinhaltigen E-Zigaretten auf nikotinfreie.

▶ 2022: Werbeverbot auf Außenflächen (Plakatwände und Haltestellen) für herkömmliche Tabakprodukte. [1]

▶ 2023: Werbeverbot für Außenflächen für Tabakerhitzer.

▶ 2024: Werbeverbot für Außenflächen für E-Zigaretten.

▶ Im internationalen Vergleich sind deutsche Tabakkontrollen relativ schwach. Deutschland liegt auf der Tabakkontrollskala (Bemühungen um effektive Tabakprävention und Tabakkontrolle) von 2019 auf dem letzten Platz. Spitzenreiter sind Großbritannien, Frankreich und Irland. [2]

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Quellen:
[1] Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (2021): Jahresbericht 2021. Berlin.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (2020): Jahresbericht 2020. Berlin.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (2018): Jahresbericht 2018. Berlin.
Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.) (2015): Tabakatlas Deutschland 2015. Lengerich: Pabst Science Publishers.
[2] Joossens, L.; Feliu, A.; Fernandes, E. (Eds) (2020): The Tobacco Control Scale 2019 in Europa. Brussels: Association of European Cancer Leagues.


Therapie bei Tabakabhängigkeit

Therapie bei Tabakabhängigkeit
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Tabakabhängigkeit ist eine klinisch definierte psychische Störung mit hoher Prävalenz und überdurchschnittlicher Störungsdauer.
Nikotin gilt verglichen mit anderen Substanzen als psychotroper Stoff mit einem besonders hohen neurobiologischen Suchtpotenzial sowie einem überdurchschnittlichen biopsychosozialen Gesamtgefährdungspotenzial.
Im Verlauf vom ersten Probierkonsum bis zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Tabakrauchen spielen soziale Lernprozesse und Modelllernen eine entscheidende Rolle.
Praxistipp: Smartphones und Mobiltelefone können einen eigenständigen Beitrag zum Rauchstopp leisten und andere Angebote sinnvoll ergänzen. Bei der Auswahl ist auf Qualitätsprüfung der Apps zu achten.
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Quelle:
Jähne, A., Mühlig, S., Rüther, T., & Batra, A. (2021). Therapie der Tabakabhängigkeit. PSYCH up2date, 15(05), 373-391.


TikTok Abhängigkeit

TikTok Abhängigkeit

⚡ TikTok verstärkt Suchtverhalten mit Inhalten, die individuell an den Geschmack der Nutzer:innen angepasst wird. Das Empfehlungs-system ist so konzipiert, dass Nutzer:innen so lange wie möglich auf der App bleiben.
⚡ Studien zeigen, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen TikTok-Abhängigkeit und psychischen Erkrankungen gibt. Menschen mit starker Depression/Angststörung/ Stress sind auch eher von TikTok abhängig.
⚡ Das Bedürfnis nach sozialer Interaktion kann durch ein Gefühl der Zugehörigkeit zur TikTok-Community zur Sucht führen.
⚡ Teste dich ▶ https://beratung.ins-netz-gehen.de/check-dich-selbst/bin-ich-suechtig

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Quellen:
[1] Maguire, S. L., & Pellosmaa, H. (2022). Depression, Anxiety, and Stress Severity Impact Social Media Use and TikTok Addiction.
[2] Miranda, S., Trigo, I., Rodrigues, R., & Duarte, M. (2023). Addiction to social networking sites: Motivations, flow, and sense of belonging at the root of addiction. Technological Forecasting and Social Change, 188, 122280.
[3] https://www.arztphobie.com/psychologie/sucht/tiktok-sucht/
[4] Heinz, A., Halil, M. G., Gutwinski, S., Beck, A., & Liu, S. (2022). ICD-11: Änderungen der diagnostischen Kriterien der Substanzabhängigkeit. Der Nervenarzt, 93(1), 51.